Aus dem Lehrerzimmer-Nähkästchen

Bild Roland Stüben Juventus

Dass Roland Stüben beruflich einmal Deutschlehrer werden möchte, wusste er schon in der Sekundarstufe. Das lag nicht zuletzt an den positiven Erfahrungen, die er mit seinen Lehrern gemacht hatte. Im Interview erzählt er uns, wie wichtig ihm ein gutes Verhältnis zu den Schülern sowie seinen Arbeitskollegen ist und plaudert dabei aus dem Lehrerzimmer-Nähkästchen.

Wie kamen Sie zu Ihrem Beruf?
Schon in der Sekundarstufe war ich so begeistert von der Sprache und davon, wie mein damaliger Lehrer sein Wissen vermittelte, dass mein Berufswunsch eigentlich schon feststand. Als es dann ans Studieren ging, entschied ich mich für ein Biologiestudium. Ich erkannte jedoch schnell, dass ich lieber meine Leidenschaft für die deutsche Sprache weiter verwirklichen möchte. So wandte ich mich der Germanistik zu und kam anschliessend, im Jahr 1998, direkt zur Juventus.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Tätigkeit besonders?
Als Deutschlehrer kann ich meine Leidenschaft tagtäglich ausleben. Es ist mir sehr wichtig, den Schülern das Fundament der deutschen Sprache näher zu bringen. So können kommunikative Prozesse deutlich besser verstanden und interpretiert werden.

Und wie sieht es mit der Literatur aus?
Auch die Literatur ist ein sehr spannender Teil des Deutsch-Unterrichts. Durch das Geschriebene öffnen sich Welten der Fantasie, andere mögliche Biografien bieten sich zum Vergleich und zur Auseinandersetzung mit der eigenen an. Meine persönliche Hoffnung ist es, dass die Schüler dies aufnehmen und so die sich ihnen bietenden Möglichkeiten besser wahrnehmen können.

Können Sie nach 18-jähriger Unterrichtstätigkeit auch noch etwas von den Schülern lernen?
Ja. Ich kann nach wie vor sehr viel von den Schülern lernen. Den Schülern trete ich mit grosser Wertschätzung ihnen gegenüber entgegen und hoffe auf wenn nicht unmittelbares, so doch nachträgliches Verständnis bei etwaiger Strenge. Neben zwischenmenschlichen Aspekten lerne ich von ihnen besonders, Fachliches aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Dies beeinflusst immer wieder die Unterrichtsgestaltung. Neben einem guten Verhältnis zu den Schülern schätze ich an meinem Beruf aber auch den Zusammenhalt unter den Lehrern sehr.

Wie zeigt sich dieser Zusammenhalt?
Man trifft sich im Lehrerzimmer, sitzt zusammen und tauscht sich aus. Wenn Probleme bestehen, hilft man sich gegenseitig. An einem langen Arbeitstag ist es zwischendurch richtig erholsam, gemeinsam mit den anderen Lehrpersonen Kaffee zu trinken und dabei Erfahrungen aus dem Unterricht auszutauschen. Im Klassenzimmer ist man ja meist mit den Schülern alleine. Da ist ein Plausch unter Kollegen im Klassenzimmer eine willkommene Abwechslung. Generell ist die Kollegialität unter den Lehrern der Juventus Schulen sehr stark ausgeprägt. Das schätze ich sehr.

War das von Anfang an so?
Ja. Ich erinnere mich noch gut daran, als ich frisch vom Studium an die Juventus gekommen bin: Damals wurde ich sehr freundlich aufgenommen und sofort integriert, sowohl von den Lehrern als auch von der Schulleitung. Wäre dies nicht der Fall gewesen, würde mir mein Beruf wahrscheinlich nur halb so viel Spass bereiten.

Vielen Dank für das Interview, Herr Stüben.