Sattelfest an die Matura

Rosa Jauch Juventus Maturitaetsschule

Schule, lernen, Pferd pflegen: Rosa Jauchs Tag ist vollgepackt. Und auch für die Zukunft hat die 19-Jährige schon einen genauen Plan.

Bis eben hatten Sie noch Schule, direkt nach unserem Gespräch geht es weiter: ans Lernen. Haben Sie jeden Tag so viel Stress?
Nicht immer, aber schon oft. Derzeit haben wir etwa drei Prüfungen pro Woche. Da kommt man ums Lernen nicht herum. Morgen stehen Französischvokabeln und Geografie an.

Was tun Sie, wenn Sie mal nicht lernen müssen?
Zusammen mit meinem Vater habe ich ein Pferd. Zu ihm gehe ich vier- bis fünfmal in der Woche – reiten, pflegen und Stall ausmisten. Ausserdem nehme ich noch Gesangsunterricht. Der findet einmal pro Woche statt. Und sonst fotografiere ich auch noch sehr gern.

Ein eigenes Pferd? Das bedeutet viel Disziplin. Genau wie die Schule. Und dann noch singen und fotografieren. Waren Sie schon immer so ehrgeizig?
Ehrgeizig bin ich schon. Aber die Pflege meines Pferdes bedeutet für mich keine Arbeit. Im Gegenteil: Oft nehme ich mir vor, zwei Stunden zu bleiben, und bin dann doch vier da. In dieser Zeit kann ich wunderbar entspannen und habe dann wieder Kraft zum Lernen.

Warum haben Sie sich dafür entschieden, Ihre Matura an der Juventus zu machen?
Eigentlich wollte ich gar nicht aufs Gymi. Mein Ziel war eine Lehrstelle als Bereiterin. Dann hätte ich mein Hobby zum Beruf machen können. Und dafür habe ich auch die Mittelschulvorbereitung der Juventus besucht. Doch dann waren meine Noten so gut, dass man mir empfahl, die Matura zu machen und eine Ausbildung anzustreben, die vielleicht grössere Zukunftschancen bietet.

Und dann sind Sie an der Juventus geblieben?
Genau.

Spielte dabei auch die wirtschaftliche Ausrichtung des Gymnasiums eine Rolle?
Nicht so sehr. Ich bin eher sprachlich und naturwissenschaftlich begabt. Biologie, zum Beispiel, ist eines meiner Lieblingsfächer. Was mir allerdings an der Wirtschaftsausrichtung gefällt, ist das Fach Rechtskunde. In diese Richtung will ich später einmal gehen.

Sie haben also schon einen genauen Plan, wie es nach Ihrem Abschluss weitergehen soll.
Ja. Nach der Matura würde ich gern Jura studieren, um dann im Bereich Tierschutz und Menschenrechte zu arbeiten.

Das klingt ja sehr sicher und zielstrebig. Konnten Sie schon einmal in diesen Bereich reinschnuppern?
Mein Bruder studiert gerade Jura. So bekomme ich Informationen aus erster Hand und kann mir relativ sicher sein, dass dieser Studiengang auch für mich interessant wäre. Aber gegen Ende der Maturitätsschule haben wir auch noch einmal die Möglichkeit, uns genau beraten zu lassen.

Sie sind jetzt im 4. Semester, also mittendrin. Wie ist Ihr Eindruck von der Juventus? 
Sehr gut. Vor allem die Lehrpersonen sind toll. Ein Beispiel ist mein Deutschlehrer. Der kann auch schwierige Literatur super rüberbringen. Gelesen habe ich schon immer gern. Jetzt interessiere ich mich auch für klassische Werke.

Das klingt, als wären Sie rundum zufrieden mit Ihrer Wahl, die Matura zu absolvieren.
Ja, ich bin sehr glücklich hier. Zumal ich mit 19 nicht mehr die Möglichkeit hatte, in ein staatliches Gymi zu gehen. Da bietet die Juventus wirklich eine tolle Alternative.

Frau Jauch, herzlichen Dank, dass Sie sich Zeit genommen haben, und viel Erfolg bei Ihren Prüfungen morgen.