Matura im Sauseschritt

Venance Pfammatter Juventus Maturitätsschule

Venance Pfammatter hat einen vollgepackten Terminplan. Zwischen Gymi, Tanztraining und ihrer Tätigkeit als Yogalehrerin erzählt die 23-Jährige von den Vorzügen des JuveCampus und verrät uns, ob ihre beruflichen Pläne etwas mit ihrer grossen Tanzleidenschaft zu tun haben.

 

Vormittags gehen Sie ins Gymi, nachmittags werden Sie selbst zur (Yoga-)Lehrerin. Ihr Ausgleich zum Schulalltag?
Auf jeden Fall. Wenn man den ganzen Tag in der Schule sitzt, freut man sich, sich danach zu bewegen. Und anderen Leuten damit etwas Gutes zu tun, macht einfach Spass! Aber das ist noch nicht alles. Ich tanze recht viel, habe Auftritte und bin ausserdem gerade auf der Suche nach einem weiteren Nebenjob. Langweilig wird mir also nicht.

Fehlt Ihnen da nicht manchmal die Zeit zum Lernen?
Ich bin derzeit noch im ersten Semester, vieles ist mir bereits bekannt aus der Fachmittelschule, die ich zuvor gemacht habe. Das geht eigentlich ganz gut. Nicht zuletzt wegen des Selbststudiums, das ich an der Juventus sehr zu schätzen weiss.

Lernen, was man möchte, also?
So ungefähr, ja. Es wird Wert darauf gelegt, dass man sich besonders den Fächern, in denen man weniger stark ist, widmet. Das macht ja auch am meisten Sinn, da für jeden Fachbereich ein Lehrer vor Ort ist, der bei Fragen weiterhelfen kann – bei mir wäre das dann wohl Physik. (lacht)

Nicht Ihr Lieblingsfach?
Eigentlich interessiert es mich total, besonders die Zusammenhänge im Sport und in der Bewegung; das ist ja alles Physik. Nur beim Lernen tu ich mich da noch ein bisschen schwer.

Was schätzen Sie sonst noch an der Juventus?
Da ich jeden Tag aus Zollikon nach Zürich pendle, finde ich vor allem die Lage so nah am Hauptbahnhof toll. Und natürlich das moderne Schulgebäude mit dem Fitnessraum, den ich auch ausserhalb des Unterrichts gerne nutze. Aber auch die iPads schätze ich sehr – im Unterricht, beim Lernen im Zug und vor allem weil das Bücherschleppen wegfällt.

Sie haben ja bereits die Fachmittelschule absolviert. Weshalb haben Sie sich fürs Gymi entschieden?
Ich habe gemerkt, dass eine gute Ausbildung immer wichtiger wird. Bei den meisten Jobs wird die Matura vorausgesetzt und ich möchte mir alle Möglichkeiten offenhalten.

Haben Sie schon Pläne für nach der Matura?
Ja. Das mag Sie jetzt vielleicht verwundern, aber: Ich möchte studieren – im Wirtschafts- oder Bankensektor.

Als Gegenpol zu Ihrer Tänzerinnenkarriere?
Genau. Die habe ich ja bereits hinter mir. Vor zwei Jahren landete ich auf Platz 22 der Weltrangliste im Streetdance. Letztes Jahr wurde ich noch Schweizer Meisterin. Ich möchte das aber nicht an die grosse Glocke hängen.

Sie wirken sehr bescheiden.
Ich denke, das bin ich auch. Es ist wichtig, dass man trotz Erfolg auf dem Boden bleibt. Mit Prahlen kommt man nicht weit.

Sie haben also Grosses vor. Waren Sie schon immer so diszipliniert?
Ja. Das habe ich vor allem im Tanzsport gelernt. Nur mit eiserner Disziplin kommt man ganz nach oben.

Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute auf Ihrem Weg zur Matura, Frau Pfammatter.